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Geschichte der Ortsgemeinde Wiesemscheid Die genaue Entstehungszeit Wiesemscheids ist nicht bekannt, wird jedoch im 13. Jahrhundert vermutet. Die Einsilbe des Ortsnamens "scheid" bezeichnet vermutlich die Grenze, die nach Ansicht einiger Wissenschaftler das Gebiet der Treverer von dem Gebiet der Franken trennt. Andere leiten den Namen von "Wittumscheid" ab, was dann soviel wie Grenze eines Pfarrguts bedeuten würde. Des Weiteren könnte die Endsilbe "scheid" auch vom keltischen keiton abgeleitet sein, was soviel bedeutet wie bewaldeter Bergrücken, Heide. Bis 1794 gehörte Wiesemscheid zum Schultheißenamt Barweiler innerhalb des kurkölnischen Amtes Nürburg. Der Kölner Kurfürst war Landesherr, Grundherr aber war seit alters her, laut Weistum von 1590, die Trierer Abtei St. Maximin, die in Wiesemscheid zwei Drittel des Zehnten erhielt. Zur Gewährleistung des landesherrlichen Schutzes bekamen die Kurfürsten von den Äbten besagter Abtei ihren zustehenden Zehnten. Als Untertanen hatten die Wiesemscheider für die Nürburg Mist zu fahren, nämlich vormittags vier und nachmittags drei Fuhren. Der Fuhrleutelohn bestand in einer Mahlzeit. Des Weiteren stellten die Ortsbewohner für die Burg Wein- und Holzfuhren. Die Anzahl der zu stellenden Holzgespanne betrug beispielsweise 1789 24 Gespanne. Durch den Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 ins linksrheinische Gebiet, wurden die bisherigen Ordnungen aufgehoben. Wiesemscheid gehörte jetzt zur Mairie (Bürgermeisterei) Adenau im Kanton Adenau, während die Filialdörfer Bauler und Pomster zur Mairie Barweiler gehörten. 1815 wurde das linksrheinische Gebiet preußisch und Wiesemscheid gehörte zur Bürgermeisterei Aremberg mit Sitz in Antweiler innerhalb des Kreises Adenau. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts ist von einer großen Armut im Ort die Rede. Ackerbau und Viezucht betrieben nur die besser Situierten, während die Mahrzahl unter den dürftigsten Verhältnissen lebend Hausierhandel und Hausgewerbe betrieben. Vor allem gab es Korbflechter, Pfeifendeckelmacher, Leinweber, Spielleute oder Wachshölzerverfestiger. Daher war der Ausbau des Straßennetzes im 19. Jahrhundert für die Wiesemscheider und viele andere Eifelgemeinden von großer Notwendigkeit. Ab 1856 begann man eine Straße von Blankenheim bis zur damaligen Bonn-Trierer-Bezirksstraße zu bauen. Eine Statistik des ehemaligen Kreises Adenau weißt darauf hin, dass die "Mayen-Blankenheimer Straße" als Prämienstraße von 1856 bis 1859 erbaut und nach Fertigstellung in den Bezirksstraßenfond überging. Diese Straße wurde zur Lebensader der Gemeinden - auch der Wiesemscheider. Einwohnerentwicklung in Wiesemscheid laut Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz: 1815: 248 Einwohner 1835: 221 Einwohner 1871: 163 Einwohner 1905: 164 Einwohner 1939: 192 Einwohner 1950: 211 Einwohner 1961: 186 Einwohner 1970: 190 Einwohner 1987: 218 Einwohner 2011: 251 Einwohner